Im GC Rheinhessen locken nicht nur 18 wunderbare Spielbahnen, sondern auch ein erstklassiges Hotel namens Hofgut Wißberg und das exzellente Restaurant Gramms. Wir haben der wunderbaren Region in Rheinland-Pfalz einen Besuch abgestattet. Und es hat sich gelohnt.
St. Johann. Allein schon die letzten Meter hoch zum Wißberg-Hochplateau lassen erahnen, was uns als Besucher des Hofguts Wißberg erwartet: Rheinhessen pur. Inmitten von Weinstöcken scheint das kleine, aber feine Areal unweit von Mainz zu schlummern und darauf zu warten, die Besucher in seinen Bann zu ziehen. Es ist vor allem zunächst der 360-Grad-Panoramablick über Reben und Hügelland, der fasziniert. Über einen kleinen Weg erreicht man mit dem Auto aber rasch die Wißberg-Höhe – und fühlt sich geborgen in einer kleinen, heilen Welt mit ihren freundlichen Menschen. Aber was macht den Charme dieses einmaligen Ensembles aus? Es sind die Menschen. Lassen Sie uns hinter die Kulissen des Dreiklangs aus Hotel, Restaurant und Golfclub schauen.
Hofgut Wißberg, das Weinberghotel. „Herzlich willkommen“, begrüßt uns strahlend Rita Kuckein, die als Hotelleitung fungiert und uns mit ihrer freundlichen Art im Umgang sofort für sich einnimmt. Geschmackvoll eingerichtet im stilvoll-ruhigen Landhaus-Design besticht der Eingangstrakt durch Behaglichkeit. Nach der kürzlich erfolgten Renovierung empfängt die Herberge mit Charakter und Stil und verzichtet dabei wohltuend auf luxuriöse Protzigkeit. „Unsere etwas mehr als 20 Zimmer sind individuell gestaltet“, weist Rita Kuckein auf die Unterkunft mit der Nummer 20 hin – nur so als Beispiel. Das riesige Panoramafenster bietet einen berauschenden Blick auf die weiten Weinberge. Hell, klar und einladend. Wunderbar. Doppelzimmer sind die Regel, es gibt auch zwei Juniorsuiten und ein großes Apartment mit Pantryküche. „Das führt über zwei Etagen und verfügt über einen eigenen Balkon“, so Rita Kuckein, die sich probehalber in die Couch fallen lässt: „Ja, das fühlt sich schon wirklich gut an.“ Das liebevoll betreute Boutique-Hotel befindet sich im Besitz der Unternehmerfamilie Gemünden/Badrot, die im nahen Ingelheim am Rhein ihr Zuhause hat. Die Herberge gibt es an diesem Ort schon seit den 90er-Jahren und sie verfügt über eine kleine Sauna sowie einen E-Bike-Verleih. Die Wanderwege führen direkt am Hotel vorbei. Der Tagesbeginn im hübsch gestalteten Frühstücksraum könnte kaum besser sein. Die Leckereien am Büfett und der wohlschmeckende Kaffee stärken uns für eine Runde auf dem Golfplatz GC Rheinhessen, der nur 80 Meter vom Hotel-Foyer entfernt seinen ersten Abschlag hat. Dann mal los und ran an den Speck.
GC Rheinhessen. „Wissen Sie, wie das funktioniert?“ Tim Reininger, Assistent der Geschäftsführung im GC Rheinhessen, hat heute Dienst am Empfangsdesk und händigt uns die Scorekarten aus. Auf der 18-Löcher-Anlage, so Reininger, gibt es nicht die klassischen Abschläge für Herren und Damen, sondern man schlägt dort ab, wo es am meisten Spaß und Freude bringt. Reininger: „Das Motto heißt ‚Von vorne zum Erfolg‘ und richtet sich nach der individuellen Drivelänge auf einer Skala von A, sehr langer Drive, bis F als kürzester Abschlag.“ Uns rät er, von C abzuschlagen – und liegt damit in der goldenen Mitte. C bedeutet, dass sich der Platz über 5024 Meter erstreckt, bei A sind es 6135 Meter und bei F noch 3646 Meter. Angepasst sind damit einhergehend die CR- und Slope-Werte. Auf dem Par-72-Platz fällt die Orientierung leicht. Munter geht es voran – von bestens gepflegten Abschlagboxen über perfekt gemähte Fairways auf große, schnelle Grüns. Angesichts der Lage greift der Wind zuweilen ein und verlangt taktisches Vorgehen. Blinde Schläge, Doglegs und Wasserhindernisse begleiten uns und stellen uns immer wieder vor neue Herausforderungen. „Eintönig geht anders“, sagt mein Mitspieler Achim voller Anerkennung, als er wieder einmal einen seiner 280-Meter-Drives zelebriert hat. Der GC Rheinhessen, dessen erste Mannschaft in der Regionalliga spielt, ist ein Platz für Genießer und sportliche Spieler. Zahlreiche Gittersitzbänke laden auch zum Verweilen ein, um die Landschaft zu genießen. Doch dann lockt schon die nächste anspruchsvolle Bahn. Wer nicht nur spielen, sondern auch üben will, findet mit der großen Driving Range und dem herrlich gelegenen Putting- und Chipping-Grün mit einem unendlichen Blick in die Weite der geschwungenen Kulturlandschaft allerbeste Bedingungen. Unser Tipp: Mit einem Golfcart spielt es sich etwas bequemer – auch wenn das für Golfpuristen ein No-Go ist. „Wie war es?“, fragt Tim Reininger nach der Runde. Die Antwort ist einfach: „Das hügelige, offene Layout, die schnellen Grüns und der perfekte Pflegezustand haben uns verzaubert. Wir kommen so schnell wie möglich wieder.“
Das Restaurant Gramms. Wenige Schritte vom Hotel und dem Proshop entfernt lockt das Restaurant Gramms zu einer Stärkung – und das zu jeder Tageszeit, außer montags. Gramms-Chefin Marie-Claire Gramm prägt mit ihrem einnehmenden Charme das Wesen der Gastronomie, die eine reichhaltige Speisekarte mit regionalen Produkten und einer – wie könnte es anders sein – erlesenen Auswahl aus heimischen Weinen bereithält. Wir haben den Wißburger (eine Burgervariante mit knusprigen Pommes) probiert – und waren begeistert. „Wir sind gern rund um die Uhr für unsere Gäste da“, blickt Marie-Claire Gramm von der einladenden Terrasse in die umliegenden Ebenen hinunter und nimmt mit ansteckender Leichtigkeit eine weitere Bestellung vom Nebentisch auf. Das Restaurant ist beliebt und wird regelmäßig auch für jegliche Art von Familienfeiern gebucht. Im einladenden Gramms-Garten sitzt Paul, der mit seiner Gattin Elise aus Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen eine Auszeit am Wißberg genießt. Und Paul gerät ins Schwärmen: „Ein Besuch am Wißberg – und du kannst vom ersten Augenblick an das Leben genießen.“ Die Dreifach-Kombination von Hotel, Golfclub und Restaurant – jeweils in unmittelbarer Nähe – macht das Auto für den Urlaub überflüssig. Alles sei gut zu erreichen, so Paul. Und seine Elise, die sich gerade noch auf dem Zimmer frisch gemacht hat, stimmt ihm zu: „Solide bis gehobene Küche mit saisonalen Akzenten – das trifft genau meinen Geschmack.“
Meine Empfehlung: Der Wißberg mit seinem lebendigen Dreiklang aus Hotel, Golf und Kulinarik besticht und erhält durch seine fast einmalige Lage auf 271 Metern Höhe einen besonderen Akzent. Es gibt zahlreiche Arrangements für einen Aufenthalt mit beliebiger Dauer. Sportliche Aktivitäten sind vor allem Golf, aber auch Radfahren mit E-Bikes und Wandern erfreuen sich großer Beliebtheit. Lassen Sie sich am Wißberg verwöhnen. Ich kann es nur empfehlen.
Internet: www.hofgut-wissberg.de, www.gc-rheinhessen.de, www.gramms-restaurant.de